Landeshauptmann Mag. Stelzer zu Besuch


 

Anlässlich seines Besuchs der Feierlichkeiten zum 20jährigen Bestehen der Lebenswelt Schenkenfelden am 11. Juli 2019, folgte Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer auch der Einladung des Museumsvereins, das Gerstlhaus und vor allem unseren Hammerflügel zu besuchen. Nach einem kurzen musikalischen Begrüßungsständchen, folgte er sehr interessiert den Ausführungen rund ums Instrument und aufgrund seiner Fragen und Aussagen hatte man durchaus das Gefühl, dass die Besonderheit unseres Walter-Flügels auch ihn beeindruckte. Im Anschluss ging‘s durch die Räumlichkeiten der Krämerei und der Post, sowie zur Ausstellung der Lebenswelt im Museum.

Für das Team des Gerstlhauses war der Besuch des Landeshauptmanns sehr wichtig, auch wenn eigentlich viel zu wenig Zeit dafür zur Verfügung stand. Gerne hätten wir ihm noch mehr erzählt, gezeigt, den Flügel noch mehr klingen lassen, zumal er unseren geplanten Einbau einer Befeuchteranlage im Biedermeierzimmer mit einer Förderung unterstützt. Doch der Terminkalender eines Landeshauptmanns ist mehr als voll und der Zeitplan bei solchen Festivitäten eng gefasst. Umso mehr freut es uns, dass er uns als kleines Museum zumindest für einige Minuten seine Aufmerksamkeit geschenkt hat.


Einer der Besten im Gerstlhaus  zu Gast


Zu einem besonderen Erlebnis wurde der Besuch von Arthur Schoonderwoerd am 27. September 2018, denn der Pianist und Dirigent zählt zu weltweit besten und erfolgreichsten Interpreten auf dem Hammerklavier und als ausgewiesener Kenner unzähliger Instrumente in Museen und Sammlungen. Im Zuge eines Konzerts war der mehrfach preisgekrönte Musiker in Oberösterreich zu Gast und das Team des Gerstlhauses kam seinem Wunsch, unseren seltenen Walter-Flügel besichtigen zu dürfen, natürlich gerne nach. Arthur Schoonderwoerd zeigte sich vom ersten Moment an sehr begeistert und tief beeindruckt vom stimmigen Ambiente des Hauses, aber vor allem vom Fortepiano. Man finde, so meinte er, nur ganz, ganz selten ein Instrument, das derart gut restauriert wurde und auch nach über 200 Jahren noch so wunderbar klingt! Bis ins kleinste Detail wurde der Flügel besichtigt, viel gespielt, diskutiert und geschwärmt. „Sie sind ein Glücklicher“, so Arthur Schoonderwoerd, der sich nur schwer wieder vom Instrument trennen konnte, aber mit dem Versprechen ging, bei nächster Gelegenheit wieder zu kommen – vielleicht sogar für ein Konzert …Die Begeisterung eines Mannes, der nicht nur zu den Besten seiner Generation zählt, sondern durch seine intensiven Forschungen auch umfassende Kenntnisse zur Geschichte und Aufführungspraxis besitzt, hat uns einmal mehr gezeigt, welche besondere Rarität in unserem Museum steht und wie wichtig es ist, diese für den Ort zu bewahren und regelmäßig zum Klingen zu bringen.